Warum dieser Blog?

Es gibt viele gute Gründe für einen Austausch über Tierkommunikation. Meine Intention ist es, die Erfahrungen aus jetzt 17 Jahren Tierkommunikation mit interessierten Menschen zu teilen und Raum für vielfältige, auch durchaus unterschiedliche Meinungen und Überzeugungen zu schaffen.

Ein weiteres bedeutendes Anliegen ist mir, die Tierkommunikation aus der Ecke der überzogenen Lebensanschauungen, in der sie immer wieder gesehen wird, heraus zu holen und ihre Alltagstauglichkeit aufzuzeigen, die für sehr viele Tier-Menschen das fehlende Puzzle-Teilchen zur inneren Zufriedenheit sein kann. Die natürliche, geerdete Spiritualität der Tiere, statt Religionsdogmen und starren sektiererischen Vorschriften, ermöglicht es, gestärkt und vertrauensvoll durch`s Leben zu gehen, wenn wir bereit sind, ihre „Lebenshilfe“ anzunehmen. Sie bieten sie uns an, ohne erhobenen Zeigefinger,  aber mit Natürlichkeit und Authentizität – sie können (und möchten) nicht anders.  Sicher lernen die Tiere viel von uns, sie schätzen und respektieren das, ebenso steht ihnen unsere Wertschätzung zu für das, was wir von ihnen lernen können.

Diese und andere Beweggründe ließen mich dann doch diesen flexiblen Weg der Veröffentlichung wählen, er ist wie oben erwähnt, getragen von den Erfahrungswerten aus 16 Jahren intensiver Beschäftigung mit dem Thema Tierkommunikation, nach angemessener Zeit „in der Ausbildung“ bei Penelope Smith in Deutschland und USA,  dann  als hauptberufliche Tierkommunikatorin,  Seminarleiterin und schließlich  selbst Ausbilderin von Kolleg/innen. Natürlich ebenso getragen von den Erfahrungen meiner Kund/innen und Kursteilnehmer/innen – von ihnen lerne ich ebenso wie von den Tieren, und das ist kein Lippenbekenntnis.

Für ein näheres Kennenlernen meiner Person, meiner Tiere, meiner Arbeit und meines Lebens schaut auf meine homepage www.tiergefuehle.de.

tk-living – die Fröhlichkeit, die Lebensfreude der Tiere annehmen, von ihrer Lebensweisheit lernen, wie sie auch mal schwere Zeiten bewältigen, ohne gleich in Schwermut zu verfallen – dafür steht tk-living. Wir (Tiere und Menschen) können hier zusammen Spaß haben, zusammen lachen, gemeinsam in die Tiefe gehen,  uns auch in Herausforderungen des Lebens gegenseitig unterstützen. Ein sprühendes Feuerwerk aus Lebendigkeit sind die Tiere, und sie möchten, dass wir mitmachen!

Ein weiterer Grund, diese anpassungsfähige Art des Erfahrungsaustausches zu wählen:

Da ich ständig, wirklich ständig, dazu lerne, von Tieren und Menschen, und immer wieder das, was ich lernen durfte, weiter entwickelt bzw. regelrecht über den Haufen geworfen wird, so wie es in einem dynamischen Er-Leben sein sollte, bietet ein interaktiver blog ideale Bedingungen für den Austausch.  Hier kann ich jederzeit ergänzen, neue Erkenntnisse hinzuschreiben, mich mit euch interessierten Menschen darüber austauschen und andere Überzeugungen kennenlernen und achten, auch wenn ich persönlich andere haben sollte. Bei all dem ist es mein Ziel, die Sichtweisen der Tiere zu den eventuell unterschiedlichen Meinungen der Menschen zu berücksichtigen – und diese weichen gelegentlich sehr ab von dem, was der mainstream ist.  Und nur wenn eine Tierkommunikatorin offen für alles ist, kann sie ohne Eigenprojizierung „übersetzen“.

Nichts ist „in Stein gemeißelt“. Tatsächlich gibt es vermutlich Einiges, wozu ich mich unpopulär und unangepasst, aber aufrichtig äußern werde, und ich hoffe, ich lerne dazu, bis ich den Seitenwechsel vollziehe. Wie Konrad Lorenz (der „Vater“ der Tier-Verhaltensforschung) bereits sagte: Täglicher Frühsport kann daraus bestehen, eine Überzeugung auf den Prüfstand zu stellen und ggf. wegzuwerfen.

Ihr seid eingeladen, diesen ständig sich verändernden, sich erweiternden Weg zu beobachten oder ihn mitzugehen – oder selbst an den Veränderungen mitzuwirken, ein weiterer Vorteil dieses blogs.

Wir können zusammen hinterfragen, durchaus schon mal kritisch, offen sein dafür, gewohnte Meinungen zu reflektieren und ggf. zu revidieren, einen fruchtbaren Austausch gestalten, andere Meinungen respektieren als Zeichen von Individualität.

Beginnen wir mit der Team-Arbeit!

 

Karina

www.tiergefuehle.de 

 

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Tiere als Persönlichkeitstrainer – Mein Artikel im compassioner.com, dem online-Magazin von Veit Lindau

Der Artikel ist hier zu finden:

 

Tiere als Persönlichkeitstrainer

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Vermisste Tiere

VERMISSTE TIERE

Von Karina Heuzeroth

 

Momentan (Sommer 2015) häufen sich auffällig die Anrufe hinsichtlich verschwundener Tiere. Das ist im Sommer natürlich öfter der Fall als im Winter, in diesem Jahr nach meinem persönlichen Gefühl jedoch noch häufiger als in den vergangenen Jahren.

Oft sind die natürlich im Besonderen die Katzen versehentlich bzw. unabsichtlich in Gartenhäuser oder Schuppen eingeschlossen worden und können, manchmal mit Hilfe der Tierkommunikation, gefunden werden oder sich befreien. Wie gesagt, HÄUFIG sind sie unbemerkt eingesperrt worden. Als Tierkommunikatorin trotzdem offen zu bleiben für alle anderen Möglichkeiten (einschließlich des eventuelles Todes), ist von maßgeblicher Bedeutung für Tier und Mensch. Dies gilt natürlich ebenso für Hunde wie für Katzen.

Da die Menschen der vermissten Tiere natürlich selbst unter großem Stress stehen, können deren Gefühle, Gedanken und ihre Besorgnisse unbewusst in die Kommunikation mit dem Tier einfließen und zu Unklarheiten führen. Da klar zu filtern, ist eine weitere Herausforderung für uns Tierkommunikator/innen. Es hilft, wenn wir den Menschen schlüssig vermitteln, dass sie bei den Gedanken an ihr Tier selbst so ruhig wie möglich werden. Diese Gedanken und Gefühle kommen an beim Tier, und selbstverständlich ist es weit hilfreicher, wenn sie beruhigende, stärkende Gedanken ihrer Menschen spüren als Aufregung und Stress. Natürlich ist es verständlich, dass Menschen in dieser Situation nicht absolut gelassen sein können! – jedoch so ruhig werden, wie es eben geht, ist eine bessere Voraussetzung für ein erfolgreiches Wieder-Zusammenfinden.

Gerade bei Katzen, aber auch bei Hunden  (besonders ehemaligen Straßenhunde, die noch keine tiefergehende Beziehung zu Menschen aufgebaut haben) geschieht es häufig, dass sie sich nicht bemerkbar machen und sich noch tiefer verstecken, selbst wenn ihre eigenen Menschen auf der Suche nach ihnen in fremde Häuser, Keller und Schuppen schauen. Ihr Instinkt sagt ihnen „versteck dich, du bist in Gefahr“.

Man darf nicht vergessen, dass die Tiere selbst meist unter einem großen Stress stehen und vertraute Menschen daher nicht sofort erkennen – sie „verwildern“ unter Umständen recht schnell, was nichts mit „mangelnder Bindung“ an ihre Menschen zu tun hat, sondern damit, dass die Instinkte übernehmen (umgekehrt sind sie sehr schnell wieder zu Hause angekommen, wenn sie gefunden werden). Deswegen: Bitte wirklich in alle Ecken schauen, in denen sich ein Tier verstecken könnte, und auch die Nachbarn in der näheren und weiteren Umgebung darum bitten oder um die Erlaubnis, selbst nachschauen zu dürfen.

Auch, wenn es von den Nachbarn als unwahrscheinlich abgetan wird, dass bei ihnen ein Tier versehentlich eingesperrt wurde – die Realität zeigt, dass es trotzdem nicht selten so ist. Falls von ihnen keine Bereitschaft geäußert wird, gründlichst nachzuschauen bzw. nachschauen zu lassen, lassen sie sich gerne überzeugen – wenn man ihnen klar macht, wie unangenehm es wird, wenn eine Katze oder ein Hund nicht raus kann, aber natürlich doch körperliche Bedürfnisse hat und seine großen und kleinen Geschäfte verrichten muss. Gelegentlich ist es notwendig und bereits hilfreich gewesen, in dieser Hinsicht nachdrücklich zu bleiben.

 

Falls mehrere Tierkommunikator/innen hinzugezogen werden (was völlig in Ordnung ist), dann ist es allerdings SEHR wichtig, dass diese voneinander wissen, vorzugsweise sogar zusammenarbeiten. Ansonsten kann viel Verwirrung sowohl bei den vermissten Tieren als auch deren Menschen entstehen.

 

Wenn jedoch ein gutes teamwork entsteht, steigen die Chancen für das Tier und den Menschen, wieder beisammen sein zu können.

 

Unser Bundesverband Tierkommunikation hat ebenfalls Hilfreiches zum Thema „Verschwundene Tiere“ erarbeitet, hier zu finden.

 

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Warum Tierkommunikation lernen?

 

Wie „der Vater der Tierverhaltensforschung“ Konrad Lorenz bereits feststellte, entspringt der Wunsch nach einem Tier (oder mehreren) der uralten Sehnsucht der Menschen nach dem „verlorenen Paradies“.

Da unsere Lebensumstände jedoch anders sind als in diesem Zustand der absoluten Einheit, gibt es nicht selten Missverständnisse zwischen unseren tierischen Lebenspartnern und uns, obwohl wir sie lieben und sie uns.   Da kann die nonverbale, intuitive Kommunikation mit Tieren Klarheit verschaffen.

Es ist jedoch im Grunde nicht nötig, Tierkommunikation „zu lernen“. Es ist ein Erinnern an Verschüttetes und Ungenutztes, kein „Lernen“ im eigentlichen Sinne.

Es ist meine feste Überzeugung, dass die Fähigkeit dazu wirklich allen Menschen in die Wiege gelegt wurde, ebenso wie Empathie und viele andere Möglichkeiten zur nonverbalen Kommunikation.

Dies zu kultivieren, ins Bewusstsein zu rücken, ist die Basis für Tierkommunikation und meine Motivation, meine Freude an den Seminaren.

Eine Tierkommunikatorin hat keine „besondere Gabe“.

Für gute professionelle Tierkommunikations-Einzelberatungen ist es jedoch erforderlich, sich immer wieder selbst zu reflektieren – und sich reflektieren zu lassen! Sich immer wieder zu hinterfragen, in Demut und Bescheidenheit. Unter anderem, um differenzieren zu können, was Eigenprojizierung (eigene Gedanken und Gefühle) ist und was tatsächlich vom Tier übermittelt wurde. Dafür braucht es eine seriöse, fundierte und achtsame Ausbildung, und ebenso für den Umgang mit unseren Artgenossen, den Menschen, den Kund/innen und Kursteilnehmer/innen. Diesen gebührt der gleiche Respekt und das gleiche Wohlwollen wie den Tieren.

Es ist bekannt und erwiesen, dass in einem zwischenmenschlichen Gespräch viele Aspekte der Kommunikation ganz subtil ablaufen, auch über die Körpersignale hinaus, auch dann, wenn sich die Gesprächspartner nicht sehen, bei Telefonaten beispielsweise.

 

Und warum nun sollte ein Mensch sich dem widmen?  Was „nützt“ es den Menschen, sich auf diese Weise den Tieren zu öffnen und mit ihnen zu beschäftigen? Und wie hilft es beiden, Menschen und Tieren?

An dieser Stelle könnte ich natürlich meine eigenen Erfahrungen schildern, aber das feedback vieler Kursteilnehmer/innen freut mich immer wieder und ist sehr aufschlussreich. Sie berichten mir, dass ihre Öffnung für diese Art der tiefgehenden Kommunikation mit Tieren ihr Leben bereichert und in mancher Hinsicht verändert hat – anderen, tatsächlich lebenserleichternden Überzeugungen und Aspekten wird Raum gegeben, wenn wir uns der Sichtweise der Tiere öffnen. Jedoch nur, wenn sie das möchten. Es gibt ein altes Sprichwort ‚Bedenke wohl, worum Du bittest, es könnte Dir gewährt werden‘. Die Kommunikation mit Ihrem Tier oder Ihren Tieren kann dazu führen, dass positive Veränderungen in Ihr Leben treten – nicht immer sofort, aber allmählich, im individuellen Tempo.

Auch, wenn durch das Öffnen für die Weisheiten der Tiere manchmal das Überdenken eingefahrener Verhaltensweisen erforderlich ist und in der Folge Veränderungen geschehen, was für manche Menschen eine Herausforderung bedeutet: Dies ist ein dynamisches Leben, und die Tiere möchten, dass es ihren Menschen gut geht. Und – dass sie sich selbst gut tun! Unsere Haustiere erwarten nicht von uns, dass wir uns selbst völlig aufgeben, nur um ihnen ein rundum sorgloses und behütetes Leben zu ermöglichen. Wenn es eine gesunde Mischung aus Fürsorge für die Tiere und Fürsorge für sich selbst ist, sind sie glücklicher als mit einem Übermaß an Besorgnis, das auf sie gerichtet wird.

Deswegen ist es für die Menschen so bedeutsam, sich der intuitiven, nonverbalen Kommunikation mit Tieren zu öffnen. Zum Besten der Tiere und zu ihrem eigenen!

Ich habe es schon oft erlebt, dass die Tiere sich „ein Loch in den Bauch freuen“, wenn ihre Menschen nur versuchen, die Tiergefühle und ihre Betrachtungsweise des Lebens  zu verstehen – sie erwarten keine Perfektion von uns. Oft erzählen mir Kursteilnehmer/innen nach einem Kurs, dass ihre Tiere sich verändert haben, offener geworden sind, zugänglicher, fröhlicher, dass die ganze Beziehung leichter wurde, getragen von mehr gegenseitigem Vertrauen.

Natürlich – denn wenn sie wissen, dass wir  versuchen, ihre Gefühls- und Gedankenwelt zu ergründen, entwickeln sie mehr Ausdruckskraft. Es ist wie in zwischenmenschlichen Beziehungen. Wenn sich uns jemand aufrichtig widmet, fühlen wir uns angenommen und verbunden und vertrauen darauf, dass unsere Bedürfnisse wahrgenommen und geachtet werden. Genau das geschieht ebenso in der zwischenartlichen Kommunikation, es ist das, was wir für unsere Tiere tun können.  Sie spiegeln es, es kommt zurück.

Das ist es, was ich persönlich der Tierkommunikation und meinen Tieren zu verdanken habe. Eine tiefgreifende Veränderung der Sicht des Lebens, die vieles sehr viel leichter gemacht hat. Das, was ich gerne als den „gesunden Fatalismus“ und ihren Pragmatismus der Tiere bezeichne, lernte ich für mich ebenfalls umzusetzen (NICHT zu verwechseln mit Resignation, das ist etwas völlig Anderes!). Und nicht das Schicksal zwingen zu wollen mit aller Kraft.

Vertrauen in das Leben – eines der größten der vielen Geschenke, die die Tiere uns so großzügig geben.

 

 

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Sterbebegleitung

Für die Menschen:

„Nicht den Tod solltest du fürchten, sondern dein Leben nicht gelebt zu haben.“

Marc Aurel

Sterbebegleitung – ebenfalls ein hochsensibles Thema. Viele Anrufe erhalte ich, weil die Menschen wissen möchten, ob ihr Tier eingeschläfert werden möchte oder nicht. Natürlich ist es eine große Verantwortung und ich gehe sie sehr achtsam an.

Und auch hier möchte ich kein Schwarz/Weiss-Denken fördern! Wo ein Dogma aufgestellt wird, pralle ich zurück – es ist nicht grundsätzlich „richtig“ oder „falsch“, einzuschläfern oder eben nicht. Wobei hier an dieser Stelle eher aufgeklärt werden soll über die Möglichkeiten, den Weg ohne Spritze zu gehen.

Die Menschen sind häufig im Unklaren, was sie tun sollen in diesen Phasen, und wie sie es „richtig“ machen können. Sie werden verwirrt in ihren Gefühlen von Menschen in ihrem Umfeld, manchmal auch von Tierarzt/Tierärztin.
Wenn wir mit ihnen und dem Tier zusammen zur Klarheit finden, ist das für alle Beteiligten eine große Erleichterung.

Seit Anfang 2015 biete ich daher Kurse zur Sterbebegleitung an, offen für alle Tiermenschen, ein vorheriger Tierkommunikationskurs ist keine Voraussetzung (bei Interesse bitte mail an karina@tiergefuehle.de).

— Weiter unten (hier: http://tk-living.de/sterbebegleitung/#comment-8714 ) ein Beitrag von mir zum Sterbeweg von Samahn, mein Pferdevertrauter in 16 Jahren gemeinsamen Lebenswegs, er kam im Alter von 11 Jahren zu mir und verließ diese Erde mit 27 Jahren  —

Viele Menschen sind geprägt von der so oft gehörten wiederholten Aussage „Tiere müssen erlöst werden von ihrem Leid“. Wenn es aber gar kein Leid ist, sondern der natürliche Sterbe-Prozess, so, wie wir Menschen ihn auch erleben?? Bei einem Menschen handeln – idealerweise – die Angehörigen, indem sie das Nötige tun und so ruhig wie möglich begleiten und pflegen.  Ebenso können wir es bei den Tieren auch tun – Altenpflege halt. Als Dank für ihre Liebe, ihre Begleitung über oft viele Jahre, und ihre Treue. Ständige Anwesenheit ist oft nicht nötig, manchmal auch nicht gewünscht vom Tier.

Der übliche Tagesablauf kann und soll weitergehen, so normal wie möglich, das gibt den Tieren Sicherheit und den betreuenden Menschen ebenfalls in dieser für sie oft schwierigeren Situation als für das Tier.

Dazu kommt, dass die Tiere die menschliche Angst vor dem Tod nicht kennen. Insofern „leiden“ sie aus diesem Grunde nicht, auch wenn sie durchaus ein Bewusstsein darüber haben, dass sie sterben werden, was sie nicht ängstigt, sie nehmen den Tod voller Hochachtung als Erfüllung des Lebenssinns an.

Oft – nicht immer! – möchten sie nicht, dass der natürliche Ablauf des Sterbens abgebrochen wird durch Einschläfern. Es ist – wie so oft – immer individuell zu entscheiden, und nicht pauschal.

Auch ich war früher – vor der Tierkommunikation – von der Aussage „Tiere kann man erlösen, Menschen nicht“ beeinflusst und habe eine Hündin und einen Kater einschläfern lassen. Heute weiss ich, dass sie mit ein wenig Pflege, Medikamenten und naturheilkundlicher Unterstützung diesen Gang sehr gut und natürlich hätten alleine gehen  können und wollen.

Vergangenes Verhalten darf aber kein Grund für mich sein, mich dem Thema zu verweigern oder es nicht aus der anderen Sichtweise zu beleuchten. Nicht mehr und nicht weniger möchte ich anregen.

Ich bin dankbar, dass ich neue Einsichten gewinnen durfte.

Natürlich muss, falls nötig, eine Schmerz-Therapie gemacht werden, das ist keine Frage, und wenn weder Naturheilkunde noch Schulmedizin sehr starke Schmerzen erträglich machen können, sollte ein Einschläfern ernsthaft in Erwägung gezogen werden. Auch die akute Gefahr des Erstickens ist ein guter Grund, es nicht so weit kommen zu lassen und tierärztliche Sterbehilfe  in Anspruch zu nehmen. Es gibt einige andere Gründe, warum ein Einschläfern nötig sein kann. Und natürlich gibt es Menschen, die eine Sterbebegleitung nicht leisten können. Aus Sachzwängen heraus, oder auch aus persönlichen Gründen. Es ist ein sorgfältiges Erspüren seitens der Tierkommunikatorin nötig, was Tier UND Mensch an Sterbearbeit leisten können. Kein Tier möchte am Ende seines Lebens einen völlig überforderten Menschen zurücklassen. Und kein Tier möchte Schuldgefühle verursachen, weil es eingeschläfert werden soll oder wurde. Das sollte auf jeden Fall an dieser Stelle erwähnt werden! Diese Schuldgefühle jedoch, die bei manchen Menschen aufkommen, wenn eingeschläfert wurde, habe ich in fast 15 Jahren Tätigkeit als Tierkommunikatorin nach einer Sterbebegleitung ohne Einschläfern noch nicht erlebt.

Das Leid – oft ist es das der Menschen, die ihr Tier in diesem Zustand des Schwächerwerdens, des Rückzuges, nicht sehen können, und bereits vorweg trauern. Dabei birgt gerade diese Zeit die Chance zu sehr viel Innigkeit, Kommunikation, Gefühlsaustausch … Ich möchte den Tieren durch meine Übersetzung helfen,  dass ihre Menschen diese Geschenke wahrnehmen können durch ihren Kummer und ihre Sorgen hindurch – beides können die Tiere selbst am besten in ein gesundes Gleichgewicht bringen.

Oft sagen Menschen, die die Sterbebegleitung manchmal in einigen Tagen, manchmal über einige Wochen hinweg bei ihrem Tier geleistet haben, dass sie nach seinem Tod natürlich trauern, aber es schenkt ihnen sehr viel Trost, dass sie diese gemeinsame intensive Zeit  noch miteinander hatten. Diese Erfahrungen, die diejenigen, die zurückbleiben, in dieser tief innigen Zeit machen, gerade in den Momenten, wenn die Seele den Körper aus eigenem Entschluss verlässt, ist sehr sehr tröstlich in den Wochen und Monaten danach, in der Trauer.

Mein Ziel ist es zu erreichen, dass die Menschen selbst fühlen, für welchen Weg ihr Tier sich  entschieden hat. Das kann durch keine „Übersetzung“ einer Tierkommunikatorin ersetzt werden – dass man es selbst erlebt, fühlt.

Ich stehe bei Sterbe-Begleitungen Tag und Nacht zur Verfügung – das ist selbstverständlich.

 

 

 

 

 

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Kastration/Sterilisation

Ein Thema, das die Hunde- und Katzenwelt polarisiert.

Mein Ansatz dazu ist, Kastrationen sind weder „richtig“ noch „falsch“, allerdings bin ich der Meinung, dass bei weitem zu oft und zu früh kastriert wird.

Es gibt manchmal gute Gründe für Kastration, aber ein Tier vor oder während der Pubertät zu kastrieren, ist ein massiver Eingriff nicht nur in die körperliche, sondern auch in die geistig-seelische Entwicklung. Es erleichtert den Menschen manches, aber das darf nicht ausschlaggebend sein.

Der bekannte Verhaltensbiologe Udo Gansloßer und die mit ihm zusammen arbeitende Tierärztin Sophie  Strodtbeck betreiben Aufklärung zum Thema Kastration, und ich kann mich ihnen in vielerlei Hinsicht anschließen. Informationen zu ihnen und ihrer Arbeit sind im Internet und in Fach-Zeitschriften umfassend zu finden.

Die durch Kastration bewirkte Neigung zum Muskelabbau und Fettansammlungen und damit verbundene gesundheitliche Probleme können natürlich durch Ernährung und Bewegung beeinflusst werden, auch wenn vielen Menschen die entsprechende Konsequenz schwerfällt. Auch die Auswirkungen auf das Fell (es wird rauher und weniger glänzend) sind eher nicht als maßgeblich anzusehen für die Entscheidung „Kastration ja oder nein“.

Gerade neulich sprach ich mit einer Tierärztin darüber (nachdem mein Rüde Milao sterilisiert wurde, nicht kastriert, also lediglich unfruchtbar gemacht wurde, ohne dass Geschlechtsorgane entfernt wurden, da seine ebenfalls unkastrierte Schwester Meralla ebenfalls bei mir lebt und ich nicht riskieren wollte, dass in einer Sekunde meiner Unaufmerksamkeit „etwas passiert“). Das Argument vieler Tierärzte und Tierschützer, vor der Pubertät Hündinnen zu kastrieren, um der Bildung von Mamma-Tumoren (Geschwulste an der Gesäugeleiste) im fortgeschrittenen Alter vorzubeugen, widerlegte sie insoweit, als ein recht hoher Prozentsatz dieser Tumore gutartig ist und im Grunde keiner Behandlung bedürfen.

Natürlich bleibt das Problem der möglichen Gebärmutterentzündungen. Deswegen frühzeitig die Gebärmutter und/oder die Eierstöcke zu entnehmen, ist zumindest fragwürdig. Da sind wir im Bereich dessen, was in USA momentan recht verbreitet ist – viele Frauen lassen sich jung die Brüste amputieren, damit kein Brustkrebs entwickelt wird.

Und natürlich sollte eine unkastrierte Hündin sorgsam beobachtet werden auf die Anzeichen von Gebärmutter-Entzündung hin. Eine natürliche gesunde Ernährung hat einen nicht unerheblichen Einfluss darauf und sollte selbstverständlich sein.

Es nützt nichts, wenn Hündinnen kastriert werden zur Krebs-Prophylaxe, wenn ansonsten keine krebsvorbeugenden Maßnahmen ergriffen werden. Falls ein Körper eine Krebs-Disposition hat, werden die Tumore mit hoher Wahrscheinlichkeit an anderen Organen auftreten. Immer mehr Hinweise gibt es darauf, dass die jährlichen Impfungen ebenfalls die Krebsneigung verstärken. Immer mehr Studien bestärken die Meinung, die mittlerweile selbst viele Tierärzte unterstützen, dass es absolut nicht notwendig ist, die Impfungen bei Tieren jährlich zu wiederholen.  Darauf gehe ich in absehbarer Zeit in einem gesonderten Bericht ein.

 

Grundsätzlich kann ich nicht unterstützen, dass Kastration angewandt wird, um Tiere „anzupassen“. Was bei Hündinnen eh genau den gegenteiligen Effekt haben kann. Wenn die weiblichen Hormone das auch in ihnen vorhandene Testosteron nicht mehr überwiegen, kann ein mögliches aggressives Verhalten noch verstärkt werden.

Und von vielen Rüden ist bekannt, dass Aggressionen auch nach der Kastration nicht weniger häufig vorkamen. Immer wieder erzählen mir Kund/innen, dass der Versuch der chemischen Kastration mittels Hormon-Chip bei ihrem Rüden lediglich bewirkte, dass er unsicherer wirkte, die Verhaltensweisen, die durch eine Kastration gemildert werden sollten, traten  in ebensolchem  Maße wie vorher auf.

Wie gesagt, ich bin nicht grundsätzlich gegen Kastration, möchte lediglich ein Bewusstsein dafür wecken, dass nur dann zu diesem Mittel gegriffen wird, wenn es unumgänglich nötig ist, und nicht, weil es bequemer für den Menschen ist.

Tierschützer argumentieren natürlich damit, dass die Streunertiere sich ins Unermessliche vermehren würden, wenn nicht kastriert wird. Auch darauf geht Günther Bloch in seinem Buch „Die Pizza-Hunde“ sachlich ein und kann dies nicht bestätigen, und er spricht Studien in der Türkei an. Dort wurde sterilisiert statt kastriert, um das Gruppengefüge der Rudel nicht nachhaltig und sehr stressbeladen für die betroffenen Hunde zu zerstören. Kastrierte Tiere werden sehr gemobbt von den unkastrierten Mitgliedern der Rudel, und auch hierzulande kennen dieses Problem viele Menschen, zu denen ein kastrierter Rüde gehört.

Auch ich bin dieses Thema früher zu unkritisch angegangen und habe kastrieren lassen, ohne zu erwägen, ob es auch ohne diese Entscheidung gegangen wäre,  und ich bin dankbar, dass ich von jedem Tier etwas darüber lernen durfte und sie mich behutsam, aber nachdrücklich darauf aufmerksam machten, dass es immer auch andere Seiten einer Überzeugung gibt.

 

 

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Empfindungen zur Tierkommunikation

Tierkommunikation ist, wenn das Herz vor Liebe überfließt.

Tierkommunikation ist Vertrauen.

Tierkommunikation ist schlicht die Verbindung.

Tierkommunikation ist – sichtbare Empathie von Bobby, Pflegehund von Christian, in einer schweren Zeit, ein tief ausdrucksstarkes Foto, das mich persönlich sehr berührt:

Christian_und_Bobby

Tierkommunikation ist zusammen erlebter Alltag, zusammen durchgestandene schwierige Zeiten und gemeinsam durchlebte Freuden.

Tierkommunikation ist beidseitig ehrliche Anerkennung der Individualität  und des eigenen Willens.

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Der Ernst des Lebens

Pankhri

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Tierschutz

Eine unterstützenswerte Initiative: www.starke-handicap-pfoten.de.

Zweimal in 2011 war ich bei den von den Verantwortlichen des Vereins ins Leben gerufenen Paralympixx als Parcourshelferin tätig – ein Heidenspaß für Hund und Mensch!

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Ernährung

Zusammen mit den viel zu häufigen Impfungen das grundlegend wichtigste Thema hinsichtlich der Tier-Gesundheit! Es ist mir ein sehr großes Anliegen, auf die Bedeutung der Ernährung hinzuweisen.

Ich bin keine Ernährungswissenschaftlerin, ich habe lediglich in über 15 Jahren der Tätigkeit als Tellington-Touch-Lehrerin und Tierkommunikatorin viele Erfahrungen sammeln können. Sehr häufig erzählen mir Kund/innen von ganz unglaublichen gesundheitlichen Verbesserungen ihrer Tiere, sobald sie aufhörten (teilweise auf meinen Rat hin), Standard-Fertigfutter zu geben. Von den Tieren, die mein Leben in vielen Jahren bereicherten, hab ich ebenfalls viel gelernt in dieser Hinsicht.

So viele Tiermenschen füttern in gutem Glauben und nach bestem Gewissen das, was ihre Tiere schleichend krank macht – die Futtermittelindustrie hat da ganze Arbeit geleistet in vermeintlicher „Aufklärung“ über gesundes Futter und die meisten Tierärzte ebenfalls auf ihre Seite gebracht. Die Tierärztin Dr. Jutta Ziegler geht in ihrem Buch „Tierärzte können die Gesundheit Ihres Tieres gefährden“  unter anderem ausführlich auf das Thema Ernährung ein. Und natürlich ist fast jedem Tiermenschen mittlerweile das Barfen bekannt, und dies ist wesentlich einfacher in der Handhabung, als vielen von ihnen bewusst ist. Die Angst, zu wenig „Pülverchen“ zuzufüttern oder falsche Zusatzstoffe, verhindert, dass mehr gebarft wird oder zumindest ein Großteil des Futters durch Rohes ersetzt wird.

Schon bevor es Fertigfutter für Hunde, Katzen, Pferde, für alle Heimtiere gab, haben sie nicht nur überlebt (nach einigen Angaben und Schilderungen älterer Menschen, wenn auch diese natürlich subjektiv sind, sogar weitaus gesünder), sondern sich sogar fortgepflanzt. Und das, obwohl nach Mindestangaben für Vitamin-, Mineralstoff- und Spurenelementen niemand fragte.

Mein Ansatz ist einfach. Eine so natürliche Ernährung wie möglich. Sie ist die Basis für ein Tier, das gesund ist und im Alter gesund bleibt.

Mit jeder Mahlzeit entscheiden wir über Gesundheit und Krankheit eines Tieres (für uns selbst übrigens auch ;o) …). Die beste Schulmedizin, die beste Naturheilkunde kann nicht dauerhaft ausgleichen oder „wiedergutmachen“, was täglich mittels einer ungesunden Ernährung dem Körper zugefügt wird.

Immer öfter erhalte ich Anrufe von Menschen, die Hunde oder Katzen mit Nieren/Blasen-Problemen haben, Diabetes und Gelenksproblemen. Dies sind nur einige Beispiele für ernährungsbedingte Krankheiten. Daran kann die beste Tierkommunikation nichts ändern.

Einer der Hauptgründe ist ein viel zu hoher Getreideanteil im Katzen- und Hundefutter (von Zucker und Zuckerstoffen und vielen anderen höchst unguten Zusatzstoffen ganz zu schweigen). Oft sagen die Menschen (besonders Katzenhalter/innen), dass ihre Tiere das gesunde Futter  nicht essen. Nun, da ist wirklich Konsequenz angebracht. Wozu einem Tier täglich mehrmals Futter geben, das Krankheiten und damit verbundene Schmerzen verursacht?

Die älteren und alten Tiere, die ohne ernährungsbedingte Krankheiten leben, sind sehr selten geworden. Und immer mehr noch jüngere Tiere erkranken daran.

Erste Zweifel an dem, was die Futtermittelhersteller an Argumenten für die Notwendigkeit des Verfütterns ihrer Produkte anbringen, kamen mir, als Pankhri vor 20 Jahren als erstes Pferd in mein Leben trat, um mit dem Beispiel Pferdefütterung zu beginnen. KEIN Mineralfutter zu geben, war in Pferdekreisen eine grobe Nachlässigkeit und bedingt nach sehr verbreiteter Auffassung Mangelerscheinungen und Krankheiten. Mit der Begründung, dass die Wiesen nicht mehr kräuterreich genug sind (trifft oft zu) und daher Mineralstoffe und Vitamine unbedingt zugefüttert werden müssen. Es kam und kommt mir absolut unlogisch vor. Hatte ich doch kurz vorher einen glaubwürdigen Artikel gelesen, in dem über die toxische Wirkung von synthetisch hergestellten Mineralstoffen und Vitaminen berichtet wurde. Sie vergiften den Körper schleichend – und schädigen Nieren und Leber. Auch ein glänzendes Fell ist kein Garant für gute Ernährung und Gesundheit, es gibt Zusatzstoffe, die das Fell zum Glänzen bringen, jedoch im Körper nichts Gutes anrichten.

Warum diese billig und synthetisch hergestellten Zusatzstoffe zufüttern,  wenn ein Mangel an Kräutern besteht?? Dann ist es doch weit naheliegender, Kräuter zuzufüttern – was nicht unbedingt teurer sein muss. Im Sommer zum Beispiel wachsen viele Kräuter, die Pferde sehr gerne essen und die ihnen guttun, an Wald- und Wiesenrändern. Eine weitere Möglichkeit ist, auf einen abgetrennten  Teil der Weiden Kräuter zu säen. Dazu Zweige verschiedener Bäume zum Abknabbern geben, gelegentlich eine Apfelessig-Kur (damit habe ich persönlich sehr gute Erfahrungen), ein natürlicher Salz-Leckstein – dann ist der Grund-Nahrungsbedarf gedeckt, zusammen mit gutem Heu.

Nun, seit ca. 16 Jahren bekommen meine Pferde kein Mineralfutter mehr. Sie sind jetzt knapp 23 und 26 Jahre alt und erfreuen sich einer guten Gesundheit. Es ist mir klar, dass solche Einzelfälle keine Anerkennung in wissenschaftlichen Kreisen finden werden. Aber viele Einzelfälle ergeben schon fast eine Studie.

Natürlich kann ein Organismus „verlernt“ haben aufgrund unnatürlicher Zufütterung, die nötigen Stoffe aus der Nahrung zu verwerten. Dann ist ein Ernährungs-Therapieplan vonnöten – dafür gibt es Expert/innen.

In Bezug auf Katzen- und Hundefutter denke ich ebenso – so natürlich wie möglich. Wozu natürlich zumindest ein gewisser Anteil an Rohfleischfütterung gehört. Es gibt mittlerweile genügend Literatur und Internetseiten, auf denen man sich informieren kann.

Tatsächlich kann ich oft nicht anders, als den Menschen, die sich zwecks Tierkommunikation an mich wenden, zu sagen, dass DIESES Problem kein Fall für Tierkommunikation ist, sondern für eine umfassende Ernährungsumstellung. So viele ernährungsbedingte Krankheiten bei Hunden, Katzen, Nagern, Vögeln und Pferde … Da kann die Tierkommunikation keine Wunder bewirken – wie denn auch, wenn das Problem beim täglichen Essen der Tiere liegt.

Es gibt durchaus einige wenige gute Fertigfuttermittel. Wer wirklich an der Gesundheit seiner Tiere interessiert ist, findet sie heraus und hinterfragt Behauptungen der Hersteller, die lediglich der Werbung dienen. „Teures Futter“ bedeutet nicht immer und nicht zwangsläufig „gutes Futter“. Roh füttern, selbst kochen, ein wirklich gutes Fertigfutter (kalt abgefüllt bei Dosenfutter,  da nur bei Kaltabfüllung auf Konservierungsstoffe verzichtet werden darf, gesetzliche Vorschrift), all diese Möglichkeiten sind akzeptabel, auch durchaus Mischformen davon.

Das Argument der höheren Kosten kann widerlegt werden – auf ein ganzes Tierleben gesehen, werden sie vielfach wieder eingespart an Tierarztkosten. Vom körperlichem Schmerz, den die ernährungsbedingten Krankheiten bei den Tieren verursachen, mal ganz zu schweigen.

 

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Straßen/Streunertiere

Eines der „heissen Eisen“, die ich anpacken möchte.

Nicht alle Hunde im Süden müssen und vor allen Dingen wollen gerettet werden. Ich differenziere da durchaus, es gibt kein „Schwarz oder Weiss“, kein grundsätzliches „Retten“ oder „Nicht-Retten“.

Absolut selbstverständlich ist, dass Tieren, die definitiv in Not sind, weil verletzt oder krank, geholfen wird, das stelle ich mit diesem Bericht nicht in Frage!

Ich weiss, dass es unpopulär und wenig geschäftstüchtig für eine Tierkommunikatorin ist, nicht in das „Tierschutz-Horn“ zu diesem Thema zu stoßen, aber es sind mir dafür zu viele Fälle begegnet, bei denen die importierten Tiere hier nicht glücklich sind und nicht zurechtkommen. Weitaus lieber ihr Leben mit Risiken, aber in Freiheit weiter gelebt hätten. Tiere haben keine Angst vor dem Tod (nicht zu verwechseln mit Überlebensinstinkt natürlich!), und vielen ist ein kurzes Leben in Freiheit lieber als uralt zu werden als Couch-Potatoe oder in der hiesigen Welt nicht zurechtkommen zu können und ständig Stress zu empfinden. WIE das Leben ist, das hat oberste Priorität für sie, nicht wie LANGE es dauert.  Dieses Art von freiem Leben hat Anspruch auf Schutz, so gut es irgend möglich ist, das ist selbstverständlich.

Gefährdet sind Hunde hier mittlerweile ebenso – die Giftköder-Seiten im Internet sind voller roter Punkte, die die Orte kennzeichnen, an denen Gift- oder andere todbringende Köder ausliegen. Und all die schlimmen Dinge, die Tieren „im Ausland“ geschehen, passieren hier ebenso. Meist hinter verschlossenen Türen, nur gelegentlich kommen die Dinge ans Licht.

Nach meinen Erfahrungen sind es meist Hunde, die selbst noch viel „Zivilisationshunde“-Abstammung, wie ich es gerne bezeichne, sprich  meist Rassehund-Gene haben, die das Leben auf der Straße tauschen möchten gegen Sicherheit gepaart mit Einschränkung. Hunde, deren Vorfahren schon seit Generationen auf der Straße lebten, kommen damit häufig weit weniger gut zurecht.

Ebenso selbstverständlich sollte unterschieden werden zwischen Hilfsorganisationen, die denjenigen Tieren helfen, die es wirklich brauchen (kranke, verletzte z.B., und auch bei diesen ist es immer zu klären, ob ihnen nicht im Land geholfen werden kann, was weit öfter der Fall ist, als uns hier bekannt gemacht wird), und solchen sogenannten Tierschutz-Organisationen, die lediglich gesunde Streunertiere regelrecht einsammeln und nicht selten sogar vermehren!!!, um sie hier gewinnbringend zu verkaufen. Diese schwarzen Schafe unter den Tierschützern bringen die ehrlich arbeitenden Organisationen oder auch Privat-Initiativen in Verruf.

Wie gesagt, es gibt Tiere unter diesen großartigen Streunern, die gerne Haushunde werden, jedoch die meisten, wenn sie als Straßentier geboren wurden und die Generationen vor ihnen auch, möchten  aus diesem Leben das Beste machen und nicht eine andere Existenz aufgezwungen bekommen. Häufig sind es Hunde, deren Vorfahren in erster und zweiter Generation noch Haushunde waren, die für ein Leben als Zivilisationshund bei uns in Mitteleuropa, ohne die Möglichkeit zum Streunen, geeignet sind. Wenn die Vorfahren vieler Generationen bereits als Straßenhunde lebten, bedeutet es häufig sehr viel Stress für diese Hunde, in menschliche Denk- und Lebensstrukturen, in geschlossene Räume und in die hiesige Reizüberflutung eingefügt zu werden.

Nein, sie sind nicht zwangsläufig „ewig dankbar“, wenn sie aus ihrer Welt zu uns gebracht werden.  Viele von ihnen sind anders, wirklich anders als Hunde, deren Vorfahren seit vielen Generationen eng mit den Menschen zusammenleben, diese sind durch ihr Leben und das ihrer Ahnen genetisch geprägt auf Zusammenarbeit und Zusammenleben mit Menschen. Alles im Zellgedächtnis der seit Generationen streunenden Tiere ist hingegen auf „Überleben“ programmiert, auf eigenständiges Existieren, und nicht auf „der Mensch sorgt für mich“. Es steckt in ihren Genen, dieses „Ich kann auch ohne Menschen überleben, ich BRAUCHE die Menschen nicht, ich WILL dieses Leben in Menschenhand nicht“. Wir können sie nie besitzen – und wir sollten es nicht beabsichtigen.

Auch mit Tierkommunikation ist solch ein  Tier nicht umzuprogrammieren, anzupassen an die menschlichen Vorstellungen, wie ein Hundeleben ablaufen sollte. Dies ist nicht der Sinn der Tierkommunikation. Der „Menschenkommunikation“ übrigens ebenfalls nicht, Menschen sind ebenfalls dank Genen und Zellen geprägt und haben unterschiedliche Ideen über Lebensführung – es gibt z.B. die ausgesprochenen Stadtmenschen und solche, die weitab in der Natur leben aus Überzeugung.

Die Erfahrungen meiner Lebensjahre in Griechenland haben mich darin bestärkt. So viele lustige, lebensfrohe, eigenständige und selbstbestimmt lebende Streunerhunde. Sie sagen oft „füttere mich bitte“ oder „ich brauche Wasser“, sehr selten „rette mich“ – es wird oft missverstanden. Viele haben dort „ihre“ Menschen, „ihre“ Tavernen, wo sie gefüttert werden und auch durchaus Streicheleinheiten erhalten, falls sie es wünschen. Sie wissen aber, dass sie jederzeit wieder gehen können – und wiederkommen. Und sie wissen, dass sie nicht abhängig davon sind, weder vom Futter noch von den Streicheleinheiten.

DAS muss meines Erachtens ein sinnvoller und vor allem achtsamer Tierschutz bewirken und fördern – zum Teil zusammen mit Sterilisation  oder Kastration (wobei ich Ersterem den Vorzug gebe, Kastration bedingt manchmal andere Probleme im Rudelgefüge der Streunertiere) und nötiger medizinischer oder naturheilkundlicher Betreuung.

Die Berichterstattung seitens vieler Tierschutz-Organisationen ist oft sehr einseitig. Lediglich die Berichte über die böswilligen Menschen im Süden. Ich habe viele Griechen und Griechinnen kennengelernt, die ihre (Streuner)Tiere sehr lieben, alles für sie tun und sich um Straßentiere kümmern, durchaus auch mit ihnen zum Tierarzt gehen, einige dieser Tierärzt/innen und viele Amtstierärzt/innen behandeln Straßentiere gratis und ebenso gut wie mitteleuropäische Tierärzt/innen. Warum wird darüber nicht berichtet?

Wenn es bei uns streunende Hunde gäbe – nicht auszudenken, wie viele Menschen darauf reagieren würden, ganz sicher nicht besser, als es in anderen Ländern der Fall ist. Es gibt hier, genau vor unserer Haustür, genügend Notwendigkeiten, Tierschutz zu praktizieren, leider werden davor oft die Augen verschlossen, weil es mehr kosten würde als einen Mausklick oder eine Geldspende, ganz konkret tätig zu werden. Es könnte unangenehm werden oder Ärger verursachen. Wir verhalten uns höchst unfair, wenn wir Menschen anderer Nationalitäten be- und verurteilen.

Wir Menschen dürfen diese frei, halbwild geborenen Tiere nicht entmündigen (so sehr unterscheiden sie sich nicht von Wildtieren, und diese werden nicht eingefangen und „zwangsbeglückt“ mit dem Argument, dass ihnen so nichts passieren kann), sie möchten ihre Selbstbestimmtheit behalten und eigene Entscheidungen treffen. Sie sind durchaus in der Lage, selbstverantwortlich zu handeln – dieser Aspekt des Tierschutzes wird meines Erachtens viel zu wenig berücksichtigt, und dieser Respekt, diese Achtung gebührt den Streunern. Ich habe Hochachtung vor ihnen. Sehr viele Menschen träumen von einem „Leben in Freiheit“ – die damit verbundenen Risiken gehen sie nicht ein. Diese Tiere schon. Ihnen das bewusste Handeln abzusprechen und ihre Entscheidung für dieses Leben, wäre bevormundend. Diejenigen, die wirklich ein Leben mit Einschränkungen, aber den Vorteilen eines „Haushundes“ führen wollen, signalisieren das sehr deutlich, es sind  nicht sehr viele. Wie erwähnt, bitte nicht mit den Anfragen nach Futter verwechseln … Es ist zu sehr übergestülpte Vermenschlichung, wenn wir jedes frei streunende Tiere „bedauern“ und glauben, dass es unbedingt ein Leben in einem Haus und mit all den damit verbundenen Einschränkungen vorzieht.

Natürlich erlebe ich, dass es Streunertiere gibt, die sich für ein Leben als Haustier entscheiden, mit eingeschränkter Freiheit, dafür ein Dach über dem Kopf und gesichertes Futter. Es sind weniger, als die effektheischenden und teilweise erfundenen Geschichten in den unzähligen Rundmails glauben machen wollen. Eine große Zahl dieser Tiere, und gewiss die menschenscheuen unter ihnen!!, würden sich dagegen entscheiden, WENN sie gefragt würden. Viele sind allein schon durch den Prozess des Einfangens mit folgendem Eingesperrtsein und Transport traumatisiert, von den massiven Belastungen für Körper und Seele durch Kastration, Impfung, Wurmkur, alles „in einem Aufwasch“, ganz zu schweigen. Diejenigen der Streunertiere, die regelrecht Angst vor den Menschen haben, nie zu ihnen gingen, um sie anzubetteln, trifft dies sicher am meisten. Sie sind oft schwer gestört, wenn sie in unserer Zivilisation ankommen und das bleibt meistens so für den Rest ihres Lebens. Sie können in ihrer Welt, aus der sie wirklich höchst unsensibel herausgerissen wurden, sicher stressfreier existieren. Und doch erwarten viele Menschen, die gewiss nur das Beste für sie wollen, dass Liebe und Zuwendung all das ausgleicht – die Realität sieht oft anders aus. Manche erwarten gar Dankbarkeit – wofür??

Selbst die nicht menschenscheuen dieser Tiere bleiben frei geborene Streuner, und die meisten werden nicht „aus Dankbarkeit“ das Herumstreunen und Jagen aufgeben.

Ich will und kann nicht grundsätzlich negieren, dass Dinge geschehen mit Tieren, die nun wirklich nicht gutzuheissen sind. Es ist kaum überprüfbar, welche dramatischen Rundmails der Wahrheit entsprechen und welche nicht, daher ist nach meiner Überzeugung ein Tätigwerden in Einzelfällen, die uns oft genug begegnen und die nachzuweisen sind, am sinnvollsten.

Es ist dieses Gefühl des „Gebrauchtwerdens“, das gutmeinende Menschen manchmal über das Ziel hinausschießen lässt. Von den unseriösen Organisationen, deren Zielsetzung dem Profit gilt, ganz zu schweigen. Unter diesen leiden die differenziert denkenden und handelnden Tierschützer.

Eine kleine Straßenhündin, die bei  mir in Griechenland lebte (die freiheitsliebendste von allen, sie wollte nicht mal im Winter nachts ins Haus, hatte sich lieber draußen ein warmes Plätzchen gesucht), wurde von „Tierschützern“ einfach „einkassiert“. Sie war klein, jung, bezaubernd charmant und gesund – also schnell vermittelbar. Sie verschwand unauffindbar, als Tierschutz-Autos in der Umgebung gesehen wurden. Als „Zivilisationshund“ ist sie mit Sicherheit nicht glücklich. So sind meine selbst erlebten Erfahrungen, und kaum jemand berichtete bisher von solchen Erlebnissen.

Günther Bloch hat dieses Thema sehr differenziert und meines Erachtens sehr vernünftig aufgegriffen in seiner Studie eines halbwild lebendes Rudel in der Toskana und im Buch „Die Pizza-Hunde“. In der entsprechenden DVD kann man sehen, wie sich Hunde verhalten, bei denen der Mensch kaum eingreift – höchst spannend, interessant und berührend.

Wir haben die Pflicht, unsere domestizierten Tiere, zu denen ich die halbwilden Straßentiere nicht zähle, durch unsere Zivilisation zu führen, natürlich – sie führen uns zu uns selbst. Manche dieser Straßentiere brauchen unsere Fürsorge, nicht alle jedoch nicht unsere Wohnungen in Mitteleuropa.

 

 

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